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Was ist schamanisches Reisen?

Wie kommen der Schamane und die Schamanin zu Wissen und Heilwirkungen?

Die Schamanen aller Kulturen haben gelernt, sich mittels verschiedener Techniken und Hilfsmittel in einen veränderten Bewusstseinszustand zu versetzen. Die Wissenschaft beschreibt diesen Bewusstseinszustand heute neurologisch als Alpha-, Theta- oder Gamma-Zustand, charakterisiert durch Hirnströme in Frequenzbereichen, die deutlich tiefer liegen als im normalen Wachzustand.

Die meisten schamanisch Praktizierenden erzeugen solche Schwingungen mit der Schamanentrommel. Man sagt dann, sie unternehmen eine schamanische Reise. Ich selber spreche gerne von einer noumenalen Reise, weil die noumenale Kosmologie etwas anders aufgebaut ist.

In traditionellen Kulturen wird die schamanische Reise oft als abenteuerliche und durchaus gefährliche Heldenreise erlebt. Die ersten Forscher, die sich mit Schamanen beschäftigten, berichteten entsprechend über Ekstase und wilde Zeremonien. In unserer westlichen Form sind die schamanische und noumenale Reise äusserlich aber ziemlich unspektakulär. Sie können ganz gut als absichtsvolle und inhaltsvolle Meditationen beschrieben werden.

Die Seelen- und Geistwesen, die auf schamanischen Reisen angetroffen werden können, sind Repräsentationen der grundlegenden Kräfte des Lebens und des Kosmos. Auf ihrer Reise bitten Praktizierende um Rat und Heilung.

Auf einer schamanischen (bzw. noumenalen) Reise lassen sich Einsichten und Erkenntnisse gewinnen. Noch wichtiger ist mir jedoch die Möglichkeit, im seelischen Inneren Wirkungen auszulösen, die sich im äusseren Leben entfalten können.

  Auspexis: geistig, seelisch, vital